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der maler martin kiefer
Martin Kiefer

Der grobe Malspachtel gleitet über die Leinwand, fast fingerdicke Farbspuren hinterlassend, bewegt er sich eben noch im dynamischen Schwung, um sofort wieder zart und langsam eine filigrane Linie zu erzeugen.
Eine riesige Papp-Palette in der Hand, wo sich Farben wie Siena toastada, Amarillo cadmi obscuro und Titano crudo in handgroßen Haufen aneinanderreihen, mit dem Spachtel dirigierend, steht Martin vor der Leinwand und arbeitet.
Wir befinden uns auf Mallorca, in seinem Atelier und schauen ihm über die Schulter.
Martin ist ein Maler, der die Malerei braucht, der tatsächlich jeden Tag malt und skizziert, um der Fülle seiner Ideen ein Ventil zu geben.
"Ich sitze nicht wie Siegfried vor der Höhle des Drachen und warte auf sein Erscheinen, sondern ich gehe hinein und feiere ein Fest mit ihm. Denn der Drache ist wie die Inspiration, auf die man nicht warten darf, sie kommt während des Malens!"
Nach einer Fülle von Skizzen kommt die Farbe und man sieht eine Gruppe weiblicher Figuren, die auf der Leinwand zu tanzen beginnen, der Welt entrückt, doch gleichsam sprühend vor Dynamik. So dick er auch die pastose, stark pigmentierte Acrylfarbe auch aufträgt, die Figuren werden anmutiger und die Aura von erotischem Esprit, die sie umgibt, immer stärker.

Seine Art zu malen ist schon eine besondere. Die Darstellung des Menschen, Figuren in Bewegung, transportieren diese Gefühle wohl am nachhaltigsten. In leuchtenden und dennoch warmen Farben, strahlen Lebensfreude aus, in die man eintauchen möchte, man will mittanzen, teilhaben an dieser Momentaufnahme - man kann sich nicht entziehen. Man ist gefesselt, blickt als Betrachter auf die Leinwand und wird unwillkürlich auf eigene Sehnsüchte, auf die eigene Emotionalität verwiesen.
Und so nimmt man die positive Energie aus dem Gesehenen auf.

Wir sehen lebendige Malerei, sprühend vor Dynamik darf sich die Farbe wie bei den "Fauves" frei entfalten, expressiv im Duktus versöhnt sie sich jedoch mit der Form und führt zu Bildern, die man endlich wieder ungeniert mit Begriffen wie Schönheit und Ästhetik beschreiben kann.

In der Renaissance erst galt die Malerei erstmals nicht mehr als bloßes Handwerk, sondern hier wurde die Idee eines Kunstschaffenden geboren, der seine Begabung, die Fähigkeit zur bildnerischen Darstellung durch eine Art "göttlichen Funken" direkt in seine Seele eingebrannt bekommt. Doch hat der Mensch nun aber auch unter allen Umständen die Aufgabe Kunst zu erschaffen, tut er das nicht, verläuft sein Leben nutzlos und hinterläßt keine Spuren. Und so sagt Martin Kiefer von sich:
"Ich male, weil ich malen muss, es ist meine Pflicht und der einzige Sinn meines Lebens. Es gibt kaum etwas Erfüllenderes, als eine weiße Leinwand nach und nach mit Farbe zu bedecken.



Doch auch wenn ich mit einer konkreten Idee an jedes Bild rangehe, auch wenn zahlreiche Skizzen das fertige Werk vor meinem geistigen Auge schon voll visualisiert zu haben schienen, wenn das Bild fertig ist, ist es immer auch eine Überraschung für mich! Denn die Inspiration kommt während des Malens und diesen Einfluss kann niemand voraussehen. "

Mehr Informationen www.kiefer-martin.de

 

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