Die Stadtverwaltung in Palma händigt jetzt allen Ausländern, die sich in das Einwohnerregister eintragen lassen, eine Broschüre aus in der einige Besonderheiten der Stadt erklärt sind. Insbesondere geht es um die Sprache und man liest in den mehrsprachigen Informationsblatt:
„Katalanisch ist eine lebendige Sprache mit Zukunft, die jedoch immer noch die Verfolgung und Diskriminierung, unter der sie während der Franco-Diktatur gelitten hat, überwinden muss”. „Mit Beginn der Demokratie erlangten die Institutionen der Balearen ihre Sprache und Kultur zurück und ließen ihr die Stellung zukommen, die sie aus geschichtlichen und rechtlichen Gründen verdient.”
Illustriert mit bunten Zeichnungen, die Alltagsszenen und ein friedliches multikulturelles Zusammenleben darstellen. Zusätzlich erhält jeder ein kleines Catalán-Wörterbuch und ein Verzeichnis den wichtigsten Adressen in Palma.
Zur Zeit werden in Palma mehr als 100 Sprachen gesprochen von und 80.000 Ausländer, fast 5000 davon sind Deutsche. Auf den gesamten Balearen befinden sich ca. 240.000 gemeldete Ausländer (33.000 Deutsche) und haben mit 24% die höchste Ausländerquote aller spanischen Regionen. Laut Statistikinstitut stieg in nur einem Jahr die Zahl der Ausländer um 17,2 Prozent.
Auch auf dem Amt soll in Zukunft Catalan gesprochen werden. Dies betrifft auch die Ärzte, Pfleger und Krankenschwestern im öffentlichen Gesundheitssystem. Sie sollten bald gute bis sehr gute Catalán-Kenntnisse vorweisen weil es Grundlage wird, einen Job zu bekommen. Da jetzt die Balearen ihre qualifizierten Ärzte durch den Zwang zum Catalán abschrecken, hat Schweden wiederum diese Gelegenheit genutzt, den Medizinern ein Angebot zu machen: “SchwedischKenntnisse werden bei uns weder als Einstellungskriterium verlangt, noch muss man die Sprache erlernen. Ein gutes Englisch reicht vollkommen aus”, erklärte ein schwedischer Regierungssprecher. Die schwedische Regierung wirbt so gezielt die Ärzte ab.
Es ist ja nicht schlecht wenn man sich über eine Sprache verständigen kann aber bis dahin wird sicher noch einige Zeit vergehen und auf Verlangen eine weitere Sprache zu erlernen verliert man dann warscheinlich noch einige viele Fachkräfte. Denn Europa ist nicht gerade klein und hat viel zu bieten.
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