Nicht gerade das ideale Strandwetter herrscht zur Zeit auf Mallorca. Zudem sind die Temperaturen innerhalt einer Woche um über 12 Grad gefallen und landeten damit auf kühle 17 Grad Celsius. Innerhalb dem zweistündigen Unwetter am Dienstag wurden in Palma ein Niederschlag von 25 Liter Wasser auf den Quadratmeter gemessen. In Marratxí fielen 47 Liter Wasser auf einen Quadratmeter.
Zwischen 12 und 14 Uhr gingen beim Rettungsdienst 112 mehr als 300 Notrufe ein. Wegen umgestürzten Bäumen und Überschwemmungen haben die Helfer des Rettungsdienstes in einer Stunde 70 Einsätze erledigt. Es wurde gelber Alarm für beide Inseln ausgerufen.
In Palma lief das Wasser in zahlreiche Geschäfte und machte mehrere Straßen im Zentrum unpassierbar. Der Paseo Marítimo war zeitweise nur auf einer Spur befahrbar, das Wasser stand an manchen Stellen hüfthoch. Auch hatten mehrere Schulen mit Wassereinbruch zu kämpfen. Bei solchen Regenmengen ist die Kanalisation schnell überfordert, so dass es sehr schnell zu solchen Überschwemmungen kommen kann.
Zudem brach an der Plaza Progreso eine Trinkwasserleitung, der Tunnel von Son Oliva lief voll. In Marratxí füllten sich die Autotunnel mit dem Regenwasser so das diese auch nicht mehr passierbar waren. In die U-Bahn in Palma, im Bahnhof Jacint Verdaguer, drang das Wasser durch die Belüftungsanlage ein.
Inzwischen gewitterte es auch Ibiza und Formentera. Ein sogenannter Kaltlufttropfen hängt mit seinem Kern über den Balearen-Inseln und sorgt somit für kräftige Gewitter. Ab Montag soll das Wetter dann endlich wieder besser werden.