Seit dem 8.3. müssen sich alle Autofahrer auch auf den mallorquinischen Autobahnen und Schnellstraßen auf ein neues Tempolimit einstellen. In ganz Spanien wurde die zugelassene Höchstgeschwindigkeit für Autobahnen und Kraftfahrstrassen auf 110 km/h begrenzt. Die Gründe dafür sind in erster Line die angespannte Energielage in Spanien sowie der Umweltschutz und die Verkehrssicherheit laut der spanischen Regierung.
Über Nacht wurde auf den Autobahnen von Palma nach Inca-Sa Pobla, Peguera, Lluchmajor und auch die vierspurige Schnellstraße von Palma nach Manacor die alten Verkehrsschilder per Plastikfolien auf die neue 110 Marke umgestellt. Auch die Radarfallen wurden gleich der neuen Gesetzeslage angepasst. Es winken saftige Geldstrafen wenn man mit über 120 km/hgeblitzt wird. Je nach Höhe der Überschreitungen werden die Autofahrer mit 100 bis 600 zur Kasse gebeten. Schon am ersten Tag der neuen 110 km/h-Regelung wurden, laut der balearischen Verkehrsbehörde, 25 Fahrer mit überhöter Geschwindigkeit geblitzt. Die Kontrollen fänden nicht zwecks höherer Einnahmen statt, sondern um die Einhaltung der neuen Geschwindigkeitsbegrenzung zu kontrollieren.
Die Autofahrerverbände "DVuelta" und "Movimiento 140" hatten das höchste spanische Gericht in Madrid angerufen, um die Einführung der Höchstgeschwindigkeit wieder zurückzunehmen. Sie argumentieren damit, dass die Regierung bei der Herabsenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 110 Stundenkilometer nicht das wichtigste Kriterium für solche Regelungen, die Verkehrssicherheit, berücksichtigt habe.
Wer in Zukunft nun 120 km/h statt den nun geltenden 110 km/h auf einer spanischen Autobahn fährt, muss tief in die Tasche greifen. 100 Euro Strafe sind dann fällig. Wer von einem Radargerät allerdings mit unter 116 km/h geblitzt wird kommt noch einmal ungeschoren davon.
Das Tempolimit von 110 km/h gilt bis auf weiteres die nächsten vier Monate.