An einigen Stränden der Urlaubs-Insel wird ein verstärktes Quallenaufkommen gemeldet.
Elegant treiben sie durch das Wasser und erleuchten das nächtliche Meer mit einem geheimnisvollen Glühen. Leuchtquallen können einen durchaus ästhetischen Anblick bieten. Das Problem ist nur, dass die rötlich gefärbten Tiere mit ihren langen Tentakeln voller giftiger Nesselzellen sind. Wer damit in Berührung kommt, zieht sich schmerzhafte Hautreizungen zu.
Aufgrund der Erwärmung der Gewässer vor der Insel sind immer mehr Quallen anzutreffen. Die Temperaturen der Gewässer vor Palma de Mallorca stiegen von 26 auf über 30 Grad Celsius. Die Gründe für die Invasion sind allerdings vielschichtiger: Die Überfischung sorgt dafür, dass sich die Quallen ungestört vermehren können, ihre natürlichen Feinde wie Thunfische und Schwertfische in den letzten Jahren drastisch dezimiert wurden. Hinzu kommt die anhaltende Trockenheit, die dazu führte, dass sich der Süßwasserzufluss ins Mittelmeer reduzierte. Wenn die Strömung günstig ist, lassen sich die Quallen gerne in die Nähe der Küstengewässer treiben. Denn es gibt in Spanien aufgrund der akuten Wassernot immer mehr Entsalzungsanlagen, die ihre Rückstände ins Meer kippen und die Quallen anlocken.
Zudem wird das Mittelmeer wie viele andere Gewässer immer stärker mit Nährstoffen aus Abwasser und der Landwirtschaft belastet. Dadurch vermehren sich dort massenhaft Algen und Kleintiere. Was durch die Klimaerwärmung zusätzlich gefördert wird. So können die Quallen im Überfluss schwelgen da sie mit dem überdüngten Gewässer kaum Probleme haben. Auch für die kommenden Jahre wird es offenbar keine Entwarnung geben. Laut der Meeresbiologen werden sich die Quallen noch mehr vermehren.