Die älteste Fährline Mallorcas "Iscomar", steht kurz vor der Pleite. Diverse Schiffe liegen inzwischen wegen Treibstoffmangels auf Reede. In Barcelona dürfen die Schiffe wegen offener Rechnungen nicht mehr in den Hafen einlaufen. Die schiffe liegen in den Buchten von Palma, Alcudiaund Valencia vor Anker und warten auf einen Käufer.
Seit 30 Jahren verbindet die Gesellschaft die Inseln mit dem Festland. In den besten Zeiten liefen die Fähren der Fährgesellschaft Iscomar bis zu zehn mal den Hafen von Palma an. Das Unternehmen hatte bereits im August ein Konkursverfahren eingeleitet, um den Betrieb der Fährverbindungen weiter aufrecht zu halten. Inzwischen aber ist der Schuldenberg so gewachsen das er kaum noch abbaubar ist. Schon Ende September ließ die Hafenbehörde von Palma aufgrund nicht bezahlter Gebühren ein Fährschiff von Iscomar im Hafen von Alcudia festsetzen.
Seit Mitte Oktober ist jetzt den Schiffen von Iscomar untersagt im Hafen von Barcelona weder an- noch abzulegen. Die Schulden der Reederei auf den Balearen sollen sich auf über 10.000.000 Euro belaufen. Sogar Strom und Wasser wurden im Iscomar-Gebäude abgestellt so das der Betrieb mit Taschenlampen aufrecht erhalten wurde. Der Fährbetrieb steht still und ein Ende des Unternehmens ist hier absehbar. Man braucht aber keine Angst haben, Balearia und Transmediterrania verbinden die Inseln nach wie vor untereinander.
Für die, die schon ein Ticket bei "Iscomar" gebucht haben, können sich von Montag bis Freitag an die extra eingerichtete Hotline 900 166 000 wenden.