Ein neuer und gefärlicher Trend sorgt in diesem Sommer besonders auf Malle für den tödlichen Urlaubs-Spaß.
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Bei dem so genannten „Balconing“ springen Jugendliche Urlauber von Balkon zu Balkon ihres Hotels oder von dort aus direkt in den Swimmingpool. Inzwischen bezahlten vier Balkon-Springer, bei dieser Mutprobe, schon mit ihrem Leben.
Mit Anlauf stürzten sie sich übers Balkongeländer ihres Hotelzimmers auf Mallorca in den darunter liegenden Pool. „Es reizt uns einfach, und der Urlaub wird nicht langweilig“, lautet die Aussage der sieben Jungs aus der Schweiz. So ist allerdings der Weg zum Pool auch massiv kürzer.
Seit Saisonbeginn wurden in den spanischen Ferienorten bisher rund 30 schwere „Balconing“-Unfälle gezählt. Vier Tote meldete die „El País“. Von acht Toten berichtete „El Mundo“. Überwiegend britische Staatsbürger von 18 bis 25 Jahre gaben sich diesen Kick. Auch junge Deutsche, Schweizer und Spanier haben schon schwere Verletzungen davongetragen.
„Durch den Alkohol- und Drogenkonsum verlieren sie den Sinn für das Risiko, berichtet die Notärztin Mara Angeles Lecinena diesen halsbrecherischen Irrsinn. „Wir kennen die Balkonstürze schon länger“, so ein mallorquinischer Hotelangestellter. „Jedoch sind sie in diesem Jahr zu einer regelrechten Plage geworden.“
Allein am vergangenen Wochenende wurden auf Mallorca und Ibiza binnen zwölf Stunden wieder drei Balconing-Stürze registriert. Zwei Urlauber sind verletzt und einer ringt im Krankenhaus mit dem Tod. Und zudem verbreiten diese irren Springer per Internet Ihre mutigen Videos.