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terror-anschlag auf mallorca

Der Sprengsatz explodierte um 13.50 Uhr am frühen Nachmittag in Palmanova nur wenige Kilometer entfernt von der Sommerresidenz der spanischen Königsfamilie. Die Bombe wurde versteckt unter einem Auto direkt vor einer Kaserne der paramilitarischen Guardia Civil. Zwei Beamte der Guardia Civilwurden bei der Detonation getötet sowie mehrere Menschen verletzt.
An diesem Wochenende wurden der spanische König Juan Carlos und Königin Sofía auf der Balearen-Insel erwartet wo die Königsfamilie traditionell ihren Sommerurlaub verbringt. Palmanova ist auch eine Urlauberhochburg. Viele Menschen in der Nähe des Tatorts zogen es vor, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. Die Mehrzahl der Urlauber in den anderen Ferienzentren hatte bis in den Abend hinein wenig von dem Anschlag mitbekommen.

Die Polizei ordnete unmittelbar nach dem Anschlag die Schließung aller Flug- und Seehäfen auf Mallorca an um zu verhindern, dass die Drahtzieher des Anschlags die Insel verlassen können. Großräumig angelegte Straßensperren um Palmanova sowie massive Fahrzeugkontrollen auf der ganzen Insel sorgten für viele Verspätungen und Staus auf den Straßen.

Zwei Stunden war der Flughafen "Son San Juan" geschlossen. Der Flughafen Son Sant Joan ist während der Feriensaison einer der Airports mit dem höchsten Passagieraufkommen in Europa. 660 Flüge wurden gestoppt und rund 86 000 Passagiere saßen auf Mallorca fest. Allein bei Air Berlin waren 25 Flüge gesperrt. Ob inzwischen auch die Seehäfen der Insel wieder geöffnet sind, ist noch unklar. Einen Fahndungserfolg hat die Polizei allerdings bislang nicht vermeldet.


Die Ermittler gehen davon aus, dass die baskische Terrorgruppe Eta hinter der Tat steckt. Bei dem Anschlag benutzten die Terroristen offenbar eine Haftbombe, die sie am Boden eines Polizeifahrzeuges angebracht hatten. Nach dem Anschlag auf der Ferieninsel haben Beamte eine weitere Bombe gefunden. Die Bombe soll bei der weiträumigen Durchsuchung des Gebietes um die Anschlagsstelle in Palmanova gefunden worden sein. Befestigt war sie offenbar ebenfalls an einem Fahrzeug welche von Bomben-Spezialisten entschärft wurde.

Sollte tatsächlich die Eta für den Anschlag verantwortlich sein, wäre es der zweite Schlag binnen zwei Tagen. Am Mittwoch wurden bei einem Bombenanschlag der Eta auf eine Polizeikaserne in der nordspanischen Stadt Burgos insgesamt 65 Menschen verletzt.

 
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