Spaniens Regierung meldet das weitere Terror-Anschläge auf der Ferieninsel möglich sind. Laut Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba, werde die ETA weitere Anschläge verüben, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet. Dementsprechend befinden sich die Sicherheitskräfte auf Mallorca sowie in ganz Spanien in Alarmbereitschaft.
Laut den Ermittlungen ist es nicht bekannt ob die Attentäter sich noch auf der Insel befinden. Es ist anzunehmen, dass die gleichen Täter für den Anschlag vom 30. Juli und auch für die vier Explosionen vom Sonntag verantwortlich seien. Wo sind sie? Feiern die Attentäter am Ballermann oder halten sie sich in Berg-Höhlen auf, wie al-Qaida-Terroristen? Vielleicht sind sie auch bei Sympathisanten untergetaucht?
Es gibt sogar Gerüchte, dass sich zwei Terror-Zellen auf der Insel befinden. Dass die Behörden nach dem ersten Anschlag, die Sperrung des Luftverkehrs sowie der Häfen schon nach zwei Stunden schon aufhoben, soll auf die Proteste der Hoteliers zurückgehen.
Hochsaison am Ballerman und plötzlich gehen drei Bomben hoch. Auf Mallorca läuft nach den Anschlägen der Betrieb allerdings völlig normal weiter. Es ist ein neuer Ferientag angefangen, nachdem zum zweiten Mal binnen zehn Tagen der Terror nach Mallorca kam. Vor dem Strand von Alcudia liegen die Sonnenanbeter auf ihren Luftmatratzen und treiben durch die sanften Wellen des Mittelmeers als könne nichts passieren.
Die Sicherheitskräfte auf Mallorca und im ganzen Land blieben weiterhin in höchster Alarmbereitschaft. Mallorca sei für Touristen sicher, da sie nicht Ziel der Eta seien. Die Separatistenorganisation greife zumeist spanische Sicherheitskräfte an. „Die Menschen können sich auf Mallorca sicher fühlen“, sagte Innenminister Rubalcaba.
Mit den Bombenanschlägen auf Mallorca ist erstmals eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen ins Fadenkreuz der ETA geraten. Mallorcaurlauber lassen sich allerdings ihre Urlaubslaune von den Anschlägen nicht verderben. Die Reiseveranstalter und Fluglinien melden nur vereinzelt Stornierungenanfragen. Im Gesamten sind Stornierungen oder verfrühte Abreisen nicht zu erwarten. Die Menschen ändern sicher ihr Verhalten und meiden Großveranstaltungen und bleiben lieber am Strand.