Die Obdachlosen

Obdachlosen

Die Obdachlosen – Die verlorenen Seelen von Mallorca 

Das Ende aller Träume…

Dort leben wo andere Leute Urlaub machen. Diesen Traum hatten und haben viele. Doch die Realität sieht sehr oft anders aus. Sie kamen als Auswanderer. Mit der Illusion, unter Mallorcas Sonne eine gut bezahlte Arbeit zu finden und ein neues Leben anzufangen. Doch nicht alle erreichen das. Viele Ausländer, darunter auch etliche Deutsche, sind auf Mallorca gestrandet. Leben auf der Straße, schlafen auf der Parkbank oder in Abrisshäusern oder in Höhlen. Allein 2013 starben unter den Obdachlosen 10 Deutsche auf Mallorca. Für sie endete der Traum von einem besseren Leben mit einem Albtraum. Schlußpunkt ist ein Armenbegräbnis.

Der neueste Fall :Ein 59 Jahre alter Obdachloser, der auf Mallorca in einer Höhle am Meer lebte, ist offenbar an Unterkühlung gestorben. Das schreibt die spanische Tageszeitung Ultima Hora. Dem Bericht nach soll es sich bei dem Mann um einen tschechischen Staatsbürger gehandelt haben. Die Höhle befindet sich in einem ehemaligen Steinbruch dicht am Meer, im Osten von Palma, unweit der Luxus-Siedlung Son Verí Nou, die zur Gemeinde von Llucmajor zählt. Dort hatte der Mann offenbar schon längere Zeit mit einer Partnerin gelebt.

Die meisten von ihnen leben von Spenden und Abfällen der Reisenden. Die Behörden schätzen, dass auf der Insel etwa 100 Deutsche leben die obdachlos sind. Davon allein 50 in Palma de Mallorca. Doch genaue Zahlen kennt man nicht. Es werden von Jahr zu Jahr mehr. Inzwischen schätzt man die Zahl der Wohnungslosen auf mehr als 1.000. Das Rote Kreuz, das sich in Palma um die diese Menschen kümmert, berichtet von ca. 50 % Ausländern unter ihnen. Die Armenverpflegung in den Suppenküchen der Stadt reicht nicht mehr aus. Da die Regierung den Sozialetat um 14 Millionen Euro gestrichen hat, bekommen viele nicht mehr genug zum Essen oder werden einfach wieder weggeschickt. Dazu werden gerade ausländische Obdachlose von ihren spanischen „Leidensgenossen“ angefeindet. „Haut ab hier damit wir genug zu essen bekommen“. Diesen Satz habe ich oft genug bei meinen Recherchen gehört. In der Not ist sich eben jeder selbst der Nächste.

Die meisten Ausländer die obdachlos sind, müssen sich mit Betteln und Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Doch Jobs gibt es nicht viele. Im Winter fast keine. Da wird man zum Beispiel Parkplatzeinweiser. Eine Tätigkeit in der es immer wieder zu „Revierkämpfen“ kommt. Da sind Gewalttätigkeiten an der Tagesordnung. Hart umkämpft sind auch Schlafplätze in Abbruchhäusern. Da hat man wenigstens ein Dach über den Kopf und ist dem Wetter nicht schutzlos ausgeliefert. Die unterste Stufe der Obdachlosigkeit ist das hausen in einer der zahlreichen Höhlen. Mag das im Sommer sogar noch erträglich sein, so ist man in den kommenden kalten Monaten ganz schlimm dran. Seine tägliche Nahrung sucht man sich aus den Müllbehältern der Supermärkte.

Manch einer begeht dann mit Absicht Straftaten und lässt sich erwischen, mit der Hoffnung dann ins Gefängnis zu kommen. Für geregelte Mahlzeiten und etwas Wärme. Was mich erstaunt hat ist die Tatsache, die meisten Menschen die obdachlos sind, sind nicht einmal kriminell. Besser betteln als stehlen scheint da die Devise zu sein.
Trotz allem wollen die meisten ausländischen Obdachlosen nicht in ihre Heimat zurück. Viele von ihnen sind psychisch kaputt und haben alle Brücken hinter sich abgebrochen. Sie steckten oft schon daheim in der Krise. Sie flüchteten vor ihren Problemen, vor ihren Schulden oder vor dem Gesetz.

Nur wenige bitten in Palma beim Konsulat um Hilfe

Nur wenige Deutsche die obdachlos sind, bitten in Palma beim Konsulat um Hilfe. Meist aus Scham. Viele haben auch kein Vertrauen mehr zu Behörden. Aber das Konsulat bemüht sich in jedem Falle um Rat und Lösungen. Man verschafft Kontakt zu Hilfsorganisationen oder Familienangehörigen. So gelingt es manchmal, einen abgestürzten Deutschen in die Heimat zurückzuholen. Doch das ist eher die Ausnahme.

Die meisten Obdachlosen scheinen es vorzuziehen, in armseligen Umständen zu leben, statt in ihre Heimat zurückzukehren um dort vom sozialen Netzt aufgefangen zu werden.

Gerade jetzt, in der Weihnachtszeit, ist Nächstenliebe gefragt. Jede Hilsorganisation benötigt Spenden; sei es warme Kleidung, Lebensmittel und natürlich auch Geld. Denn Hilfe kostet auch Geld. Auf den Staat darf man sich nicht verlassen. Da ist private Initiative gefragt.

Wir von Mallorca-One, rufen deshalb unsere deutschen Landsleute zu einer Spendenaktion auf. In einem anderen Artikel haben wir bereits über die Arbeit von der HUMANIDAD BALEARES berichtet. Diese nicht staatlich unterstützte private Hilsorganisation versucht das Leid der Menschen zu lindern. Schon eine kleine Spende hilft.

HELFEN SIE MIT !

Deshalb veröffentlichen wir noch einmal die Kontaktdaten:
http://www.humanidad-baleares.org/

Das Spendenkonto lautet:
Banco Sabadell, Konto: 0081 0672 79 0001426845
Desde el extranjero: IBAN ES83 0081 0672 7900 0142 6845,
BIC: BSABESBB

Mallorca-One wünscht jetzt schon allen Lesern eine besinnliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr.





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6 Antworten zu “Die Obdachlosen”

  1. angie menn sagt:

    ich würde meinen schlafsack lieber mit einem obdachlosen teilen und mein geld auch alls das ich es in teure unterkünfte zahlen würde ich würde gerne kontakt aufbauen zu lothar bündner und hans jürgen baumgartner leben in einer höhle da möcht ich gerne helfen habe gehöhrt das sie sich ein händi teilen wer kann weiterhelfen bitte antwort an meine email adresse danke mfgr angie menn

  2. GERD sagt:

    Hallo,

    habe mich an dem Spendenaufruf beteiligt und gerne was dazu beigetragen. Kann man erfahren was dieser Spendenaufruf eingebracht hat? Werden die Spender aufgelistet? Auf der Seite der Humanidad-Baleares lässt sich dazu leider noch nichts ersehen.

    Grüße nach Mallorca

  3. Renate Ernsting sagt:

    Habe meine Silberhochzeit inder Kirche von Paguera gefeiert 1995 und da schon für die Obdachlosen gespendet, bei mir am Strand lag vier Jahre lang ein Mann im Winter, der jeden morgen sein Brot bekam un dann sagte er hätte lieber Croissants!!!!!!!!!!!!!
    Er bekam den Parker und die Joggins Hosen von meinem Mann, aber dann war Ende………..
    Inzwischen spende ich alles der Kirche und gebe auch da meine Kleider und jetzt meine alte Nähmaschine ab, die sind dankbar und verlangen nicht mehr.

  4. Mandi sagt:

    Danke auch Dir Barbara.
    Viele Menschen kennnen eben nicht das Elend was sie tagtäglich umgibt.

  5. Barbara sagt:

    Da hast du es ja mal wieder echt gut auf den Punkt gebracht Mandi!

    Wir vergessen so leicht, dass es hier nicht das gleiche Soziale Auffangnetz gibt wie in Deutschland.

    Ich hab beschlossen, meine Spende zu Weihnachten bleibt in diesem Jahr tatsächlich mal auf der Insel!!!

    Danke – und eine besinnliche Weihnachtszeit.

    Saludos
    Barbara

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